Das Albertus Pictor – projekt 2003-2008


Die Kalkmalereien von Albertus Pictor und seiner Werkstatt auf Wänden und in Gewölben von etwa dreissig Kirchen in den Mälarseelandschaften und in Norrbotten bedeuten einen für ganz Nordeuropa unvergleichlichen spätmittelalterlichen Bildschatz. Trotzdem waren zu Beginn dieses Jahrtausends sowohl der Hintergrund des Malers, viele seiner Werke und die Mehrzahl der die Bilder begleitenden erklärenden Spruchbänder unbekannt. Daher wurde im Jahr 2003 an der Universität Stockholm das Forschungsprojekt ”Albertus Pictor – Maler seiner Zeit” eingeleitet, unter Mitwirkung von sowohl Kunstwissenschaftlern und Latinisten als auch Spezialisten verschiedener Diszplinen wie die nordischen Sprachen, Mittelaltergeschichte, Theologie, Liturgie und Paläographie. Dank der digitalen Photo- und Computertechnik hat die Projektgruppe eine vollständige Dokumentation und Untersuchung sämtlicher Bilder und Texte unterzogen. Publiziert wurden bisher, im Rahmen des Projekts, die Dissertation von Pia Melin (”Fåfängans förgänglighet. Allegorin som livs- och lärospegel hos Albertus Pictor”, 2006; mit einer Zusammenfassung auf Englisch) und die Akten des Albertus Pictor-Symposiums 2005, hrsg. Jan Öberg, Erika Kihlman und Pia Melin (”Den mångsidige målaren. Vidgade perspektiv på Albertus Pictors bild- och textvärld”, 2007; mit Zusammenfassungen auf Deutsch oder Englisch). Die beiden Hauptpublikationen des Projekts, eine Auswahl der Bilder (Pia Melin) bzw. eine vollständige Wiedergabe der Motive und Spruchbänder (Christina Sandquist Öberg), werden für das Ende dieses Jahres berechnet.